Optische Videos werden per Abtastung mit einem Laser ausgelesen – Das erste, was vielen dazu wohl in den Sinn kommt, sind DVD und Blu-Ray… Aber kennt Ihr auch die ganzen Varianten?

Die DVD – damit fing alles an?

DVD-Video (Kauf-DVD)
(DVD-5 Digital Versatile Disc – ab 1996)

Mini-DVD-Video (Kauf-DVD)
(DVD-1 Mini Digital Versatile Disc – ab 2004)

Soweit die normalen Formate, aber auch hier gab es weitere Entwicklungen…

Superbit-DVD (Kauf-DVD)
(Superbit Digital Versatile Disc – ab 2001)

DVD 3D (Kauf-DVD)
(Digital Versatile Disc 3D – ab 2009)

DVD-10 zweiseitige DVD (Kauf-DVD)
Seite 1: Der Film, Seite 2: Das Bonusmaterial
(beidseitige Digital Versatile Disc – ab 1998)

Blu-Ray

Kommen wir zu dem jüngeren Bruder (oder Schwester), der Blu-Ray…

Blu-Ray Disc (Kauf-Blu-Ray)
(Blu-Ray Video System – ab 2006)

Blu-Ray 3D (Kauf-Blu-Ray)
(Blu-Ray 3D Video – ab 2010)

Und mit der Entwicklung dieser beiden Formate kamen dann noch einige Mischformen dazu…

Blu-Ray Digital Ultra Violet (Kauf-Blu-Ray)
(Blu-Ray Video mit Online-Zugang – ab 2011)

Blu-Ray / DVD Combo Disc (Kauf-BR/DVD)
(eine Seite Blu-Ray andere DVD – ab 2009)

Ein Blick zurück in die Vergangenheit

Fing alles mit der silbernen Scheibe der DVD in den 1990ern an? Nein, neben der Kassette gab es auch bei der Scheibe schon viel früher Entwicklungen, die auch relativ weit verbreitet waren.

In den 60ern und 70ern versuchte man es zunächst mit der Technik des Schallplattenspielers – zu sehen hier in den Mechanischen Video-Medien.

Und dann ging es so weiter:

LaserDisc & Co.

MCA DiscoVision 12 Zoll (Kauf-LD)
(LaserDisc Video System – ab 1978)

Bildplatte LD 12 Zoll (Kauf-LD)
(LaserVision Video System – ab 1982)

1986 kam die Laserdisc zusammen mit der CD Video auf den Markt – sie gilt als Vorgänger der DVD.

Laserdisc 12 Zoll (Kauf-LD)
(Laserdisc Video System – ab 1986)

Laserdisc 8 Zoll (Kauf-LD)
(Laserdisc Video System – ab 1986)

CD Video

CD Video 12 Zoll (Kauf-LD)
(Laserdisc Video System – ab 1986)

CD Video 8 Zoll (Kauf-LD)
(Laserdisc Video System – ab 1986)

CD Video 5 Zoll (Kauf-LD)
(Laserdisc Video System – ab 1986)

Video CD – nicht dasselbe und auch nicht dasgleiche

Video CD 5 Zoll
()

hier weiter

DVD Leer-Medien

Ab dem Jahr 1997 konnte man dann auch DVD`s selber auf Recordern aufnehmen. Man sagt auch brennen dazu, da die Informationen mit einem Laser durch punktuelle Hitze in die Schicht gesetzt wird – Diese sogenannten Pits reflektieren das Licht anders und damit werden die Informationen aus 0 und 1 unterschieden.

Das Aufnehmen erfolgte im Gegensatz zur Videokassette ohne Qualitätsverlust – die Rechteinhaber bekamen Angst vor unkontrollierten Raubkopien und entstanden zwei Haupt-DVD-Varianten: DVD-R ist was anderes als DVD+R. Die Minus-Variante sollte das einfache Kopieren von DVD`s verhindern und kostete Lizenzkosten, mit der Plus-Variante wurde dies übergangen – darum ist diese auch nicht offiziell und trägt auch nicht das typische DVD-Logo auf der Hülle und dem Silberling.

Zunächst konnte man DVD`s nur einmal beschreiben – die sogenannte R-Variante, die es dann natürlich auch als Mini-DVD gab und in Camcordern und anderen mobilen Geräten zum Einsatz kam:

DVD -/+ R

DVD-R (Leer-DVD-5)
(beschreibbare DVD Minus – ab 1997)

DVD+R (Leer-DVD-5)
(beschreibbare DVD Plus – ab 2002)

Hier fehlt noch die einfache Mini-DVD-R – gab es auch eine Mini-DVD+R?

Um mehr als die üblichen 4,7 GB bei der großen und 1,5 GB auf der kleinen DVD zu speichern, gab es dann zwei Wege:

  • man kann eine DVD auf beiden Seiten beschreiben, man hat dann aber keinen Platz mehr für ein großes Etikett
    • aus der DVD-5 mit 4,7 GB wird dann eine DVD-10 mit 9,4 GB
    • aus der kleinen DVD-1 mit 1,5 GB wird dann eine DVD-3 mit etwa 2,9 GB

Mini-DVD-R beidseitig (Leer-DVD)
(beschreibbare Mini-DVD Minus – ab 1997)

  • oder man nutzt das Dual-Layer-Verfahren, welches auf einer Seite eine zweite Lese-Schicht erzeugt.
    • so wird aus einer DVD-5 eine DVD-9 mit etwa 8,5 GB
    • und aus einer kleinen DVD-1 eine DVD-2 mit etwa 2,7 GB
  • und man kann das auch kombinieren, so dass zum Beispiel eine DVD-18 entsteht

DVD+R DL (Leer-DVD)
(beschreibbare DVD Plus Dual Layer – ab 2005)

Mini DVD-R DL (Leer-DVD)
(beschreibbare DVD Minus Dual Layer – ab 2005)

DVD -/+ RW

Und dann kamen in 2005 wieder-beschreibbare DVD-Varianten hinzu, die man als RW-Varianten erkennen kann – auch hier gibt es Plus und Minus sowie einseitig und beidseitig. Die Plus-Varianten sind auch hier nicht offiziell, weshalb diese auch nicht das offizielle DVD-Logo tragen.

Man scheute sich aber vor den Kosten und den bereits im Markt vorhandenen Alternativen, also wurde die DVD+RW nicht als DL-Variante vermarktet. Daraus ergeben sich mit jeweils kleiner und großer Version „nur“ wenige weitere Formate:

DVD-RW (Leer-DVD)
(wieder-beschreibbare DVD Minus – ab 1999)

DVD+RW (Leer-DVD)
(wieder-beschreibbare DVD Plus – ab 2001)

Mini-DVD-RW (Leer-DVD)
(wieder-beschreibbare DVD Minus – ab 1999)

Blu-Rays Leermedien

beschreibbare Formate und BD-RE stehen für „eraserable“, also für lösch- und dann neu beschreibbar. Auch hier gab es die Entwicklung mit mehreren Lagen:

  • Single-Layer haben 25 GB Kapazität,
  • Double Layer haben 50 GB,
  • Triple Layer haben 100 GB und
  • Quadruple Layer haben 128 GB Speicherkapazität.

Dazu gibt es hier noch eine kleine Besonderheit – es existieren zwei unterschiedliche Schreibarten: HTL („High To Low“) und LTH („Low To High“) – HTL-Medien sind teurer als LTH, halten aber länger.

BD-R einmal beschreibbare Blu-Rays

BD-R LTH (Leer-Blu-Ray)
(beschreibbare Blu-Ray LTH – ab 2006)

BD-R HTL (Leer-Blu-Ray)
(beschreibbare Blu-Ray HTL – ab 2006)

BD-R DL (Leer-Blu-Ray)
(beschreibbare Blu-Ray Double Layer – ab 2006)

BD-R TL (Leer-Blu-Ray)
(beschreibbare Blu-Ray Triple Layer – ab 2006)

BD-RE mehrfach beschreibbare Blu-Rays

BD-RE (Leer-Blu-Ray)
(wieder-beschreibbare Blu-Ray – ab 2006)